KI-Bilder-Prompts: fünf Beispiele für den Arbeitsalltag
Fünf fertige KI-Bilder-Prompts für Präsentation, Folie und Dokument — zum Übernehmen und Anpassen, statt nur der üblichen Regel „sei konkreter".
Die üblichen Tipps zu KI-Bilder-Prompts sagen „sei konkret" und „beschreibe Stil und Stimmung" — und lassen einen dann allein mit einem leeren Eingabefeld. Nützlicher ist ein fertiger Prompt, den du nur noch an dein Thema anpasst. Hier sind fünf, für die Aufgaben, die in fast jedem Büro wiederkehren: ein Titelbild, ein Icon-Set, ein Deckblatt, ein Stockfoto-Ersatz und eine Illustration für eine Folie.
Alle fünf funktionieren sowohl mit Googles Nano Banana in der Gemini-App als auch mit DALL-E in ChatGPT — der Prompt-Aufbau ist bei beiden Werkzeugen derselbe, nur die Oberfläche unterscheidet sich.
Fünf Prompt-Vorlagen für den Arbeitsalltag
- Titelbild für eine Präsentation: „Illustration im flachen, modernen Stil, Thema [dein Thema in drei Worten], ruhige Farbpalette aus Blau und Beige, viel freier Raum oben für einen Titeltext, keine lesbare Schrift im Bild." Der letzte Teil ist entscheidend — ohne ihn versucht das Modell, deinen Titel selbst ins Bild zu schreiben, und genau das geht meistens schief.
- Icon-Set für eine Folie: „Erstelle [Anzahl] einfache Linien-Icons im selben Stil, dünne Linien, ein Akzentfarbton, transparenter Hintergrund, für die Themen [Begriff 1], [Begriff 2], [Begriff 3]." Ein einziger Prompt mit allen Begriffen zusammen liefert ein stimmigeres Set als fünf einzelne Anfragen nacheinander.
- Deckblatt für ein Dokument: „Abstraktes Hintergrundmotiv, dezente geometrische Formen, Farbthema [Firmenfarbe oder Thema], genug ruhige Fläche links für Logo und Titel, kein Text im Bild selbst." Das Logo und der echte Titel kommen danach als Text obendrauf — nicht als Teil des generierten Bildes.
- Stockfoto-Ersatz für eine interne Folie: „Illustration einer Gruppe von Menschen bei einer Besprechung, divers, keine erkennbaren oder realen Gesichter, warmes Licht, Büroumgebung." Ausdrücklich als Illustration formuliert, nicht als Foto — so bleibt klar, dass niemand eine echte Person zeigt.
- Prozess-Illustration für eine Folie: „Einfache, flache Illustration, die die Idee von [Prozess in einem Satz] symbolisch darstellt, drei bis vier Elemente, keine Beschriftung, keine Pfeile mit Text." Für ein echtes Flussdiagramm mit korrekten Schritten und Pfeilen ist das der falsche Weg — dafür zeigt KI-Diagramme kostenlos erstellen den richtigen Ablauf mit Mermaid-Code statt mit einem generierten Bild.
Was alle fünf Vorlagen gemeinsam haben: Sie sagen dem Modell, was im Bild nicht vorkommen soll, genauso klar wie das, was vorkommen soll — kein Text, keine echten Gesichter, keine Pfeile mit Beschriftung. Diese Einschränkung ist meistens wichtiger als die eigentliche Themenbeschreibung, weil sie genau die Stellen trifft, an denen Bildmodelle heute noch am unzuverlässigsten sind.
Warum „kein Text im Bild" die wichtigste Zeile ist
Lesbarer Text in einem generierten Bild sieht aus der Ferne überzeugend aus, bei genauem Hinsehen fehlt oft ein Buchstabe oder er steht spiegelverkehrt. Google beschreibt die Textdarstellung ausdrücklich als einen Bereich, der sich mit jeder Version verbessert, ohne schon durchgängig fehlerfrei zu sein — und The Decoder berichtete im Oktober 2026 über genau diesen Fortschritt bei der neuesten Version. Der einfachste Ausweg bleibt derselbe: Text als eigene Ebene nach dem Bild hinzufügen, statt ihn vom Modell ins Bild schreiben zu lassen.
Ein Bild, das am Bildschirm überzeugt, ist nicht automatisch fehlerfrei. Text und Gesichter sind die Stellen, an denen sich das am schnellsten zeigt.
Bei Vorlage vier — der Gruppe von Menschen — kommt eine zweite Einschränkung dazu: Ein Bild, das wie eine echte, identifizierbare Person aussehen soll, ohne deren Zustimmung, ist etwas anderes als eine erkennbar erfundene Illustration. Die Grenze dazwischen und was sie für ein konkretes Bild bedeutet, zieht KI-Bilder von Menschen ausführlicher.
Der Prüfschritt vor dem Einfügen in die Folie
Wie verbreitet solche Bildwerkzeuge im deutschen Berufsalltag inzwischen sind, hält der Bitkom laufend fest, und das Statistische Bundesamt erhebt dieselbe Entwicklung amtlich für die Gesamtwirtschaft — beide Zahlen steigen seit Jahren, unabhängig davon, welches einzelne Werkzeug dahintersteckt. Wie zuverlässig solche Modelle insgesamt bei feinen Details wie Text, Händen und Gesichtern sind, verfolgt der Stanford AI Index über mehrere Jahre, ohne dass die Fähigkeiten dadurch schon lückenlos sind.
Vor jedem der fünf Prompts oben gilt deshalb derselbe letzte Schritt: das Bild vergrößern und gezielt jede Stelle mit Text, einer Hand oder einem Gesicht prüfen, bevor es auf eine echte Folie oder in ein echtes Dokument kommt. Dieser Schritt ist derselbe wie bei jeder anderen KI-Aufgabe im Büro, ausführlicher beschrieben in KI im Büro.
Was du am Montag ausprobierst
- Wähl eine der fünf Vorlagen oben, die zu einer Aufgabe passt, die diese Woche tatsächlich anfällt.
- Füll die Platzhalter in eckigen Klammern mit deinem echten Thema, statt die Vorlage wortwörtlich zu übernehmen.
- Lass dir mindestens drei Varianten zeigen und vergleiche sie nebeneinander, bevor du eine wählst.
- Vergrößere die gewählte Variante und prüfe jede Stelle mit Text, einer Hand oder einem Gesicht, bevor sie irgendwo verwendet wird.
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