Unternehmensvorstellung PowerPoint: Ablauf mit KI
Eine Unternehmensvorstellung in PowerPoint mit KI aufbauen: Zielgruppe zuerst, ein Beispielprompt und ein Prüfschritt für Fakten statt erfundener Zahlen.
Eine Unternehmensvorstellung scheitert selten an der Vorlage. Sie scheitert daran, dass dieselben zwölf Folien für eine Investorenrunde, ein Erstgespräch mit einem Kunden und eine Bewerbermesse verwendet werden — mit demselben „Über uns", denselben Zahlen und derselben Reihenfolge. Wer zuhört, merkt sofort, dass die Präsentation nicht für ihn gedacht war, sondern für irgendjemanden.
Der zweite häufige Fehler passiert schon beim Prompt: „Erstelle eine Unternehmensvorstellung für meine Firma" liefert eine Gliederung, die zu jedem Unternehmen passen würde — Vision, Mission, Werte, Team, Kontakt — ohne einen einzigen Punkt, der einen Zuhörer tatsächlich überzeugt. Ein Modell füllt die Lücken, die es über deine Firma nicht kennt, mit plausibel klingenden Standardsätzen. Das Ergebnis liest sich rund und sagt nichts.
Was eine Unternehmensvorstellung tatsächlich braucht
- Eine Zielgruppe, die vor dem ersten Prompt feststeht. Ein möglicher Kunde will wissen, was er von der Zusammenarbeit hat. Ein Bewerber will wissen, wie der Arbeitsalltag aussieht. Beides in eine Folie zu quetschen, überzeugt keinen von beiden.
- Eine Aussage pro Folie, nicht eine Aufzählung von allem, was die Firma macht. Wenn eine Folie zwei Überschriften bräuchte, sind es zwei Folien.
- Belege statt Behauptungen. „Wir sind Marktführer" überzeugt niemanden ohne eine Zahl dahinter — und eine erfundene Zahl fällt spätestens bei der ersten Rückfrage auf.
- Ein klarer letzter Schritt. Eine Unternehmensvorstellung ohne konkrete nächste Handlung — ein Termin, ein Angebot, eine Bewerbung — endet einfach, statt etwas auszulösen.
Ein Werkzeug wie Copilot in PowerPoint, Gamma oder Canva hilft bei jedem dieser vier Punkte — aber nur, wenn du sie einzeln anfragst. Tippst du „mach daraus eine fertige Präsentation" in einem Schritt, trifft das Modell bei Zielgruppe, Aussage und Beleg gleichzeitig Kompromisse, die du hinterher an mehreren Stellen im fertigen Layout nachbesserst statt einmal im Text.
Ein Ablauf, der für jede Zielgruppe funktioniert
- Lass dir zuerst nur eine Gliederung vorschlagen — Folientitel und zwei, drei Stichpunkte je Folie, mit der Zielgruppe explizit im Prompt genannt. So siehst du den roten Faden, bevor ein Layout ihn überdeckt.
- Streich jede Folie, die für diese eine Zielgruppe nichts beiträgt. Eine generische „Unsere Werte"-Folie, die für Investoren gedacht war, hat in einer Bewerbermesse-Version nichts zu suchen.
- Trag jede Zahl — Gründungsjahr, Mitarbeiterzahl, Standorte, Kundenzahl — selbst aus einer internen Quelle ein, statt sie vom Modell schätzen zu lassen. Ein Sprachmodell kennt dein Unternehmen nicht; es füllt Lücken mit Zahlen, die zu ähnlichen Firmen passen könnten.
- Formuliere den Inhalt je Folie erst danach, mit der Zielgruppe weiterhin im Prompt: „für ein Erstgespräch mit einem Mittelständler, der noch keine Vorstellung von unserem Angebot hat" ergibt einen anderen Text als „für ein internes Kickoff mit dem eigenen Team".
- Übe den Vortrag laut, mindestens einmal, an einer Folie ohne Skript daneben. Was du dabei stockend erklärst, braucht entweder eine bessere Folie oder eine bessere Erklärung — meistens die zweite.
Drei Anlässe, drei unterschiedliche Prioritäten
Die drei häufigsten Anlässe für eine Unternehmensvorstellung verlangen unterschiedliche Schwerpunkte, nicht nur andere Farben auf derselben Folie. Vor einer Investorenrunde zählt zuerst das Geschäftsmodell und die Zahl, die zeigt, dass es funktioniert — die Firmengeschichte kommt danach, nicht davor. Vor einem Erstgespräch mit einem Kunden zählt zuerst das Problem, das dieser Kunde konkret hat, und ein Beleg, dass ihr es bei einem vergleichbaren Kunden gelöst habt. Auf einer Bewerbermesse zählt zuerst der Arbeitsalltag — was jemand in den ersten drei Monaten tatsächlich tut — nicht die Mission-Statement-Folie, die für alle drei Anlässe gleich aussehen würde.
Ein Prompt, der diese Unterscheidung nicht macht, liefert für alle drei Anlässe dieselbe Gliederung mit vertauschten Überschriften. Nennst du dem Modell den Anlass und was die Person danach tun soll — investieren, kaufen, sich bewerben —, ändert sich die Reihenfolge der Folien tatsächlich, nicht nur der Titel der ersten Folie.
Ein Beispiel von Anfang bis Ende
Schwacher Prompt: „Erstelle eine Unternehmensvorstellung für unsere Softwarefirma." Ergebnis: eine Gliederung mit „Wer wir sind", „Was wir tun" und „Warum wir", die für jede Softwarefirma der Welt passen würde, samt einer erfundenen Mitarbeiterzahl und einem erfundenen Gründungsjahr.
Vollständiger Prompt für den ersten Schritt: „Schlag mir eine Gliederung für acht Folien vor, Unternehmensvorstellung für ein Erstgespräch mit einem potenziellen Kunden aus dem Mittelstand, der unser Produkt noch nicht kennt. Fokus auf das konkrete Problem, das wir lösen, und ein Beispiel aus einem ähnlichen Projekt — keine vollständige Firmengeschichte." Das Ergebnis ist eine Gliederung, die tatsächlich auf ein Gespräch vorbereitet, statt eine Firmenbroschüre nachzubauen.
Nach der Freigabe der Gliederung folgt der Inhalt Folie für Folie, mit der geprüften Zahl statt einer Schätzung: „Folie 4: Referenzprojekt, 40 Prozent weniger Bearbeitungszeit laut interner Auswertung des Kunden, Laufzeit sechs Monate." Erst wenn diese Angabe mit der internen Quelle übereinstimmt, folgt das Design — sonst korrigierst du dieselbe Zahl später an mehreren Stellen im fertigen Layout statt einmal im Text.
Eine Unternehmensvorstellung, die gut aussieht, ist noch keine fertige Präsentation. Fertig ist sie erst, wenn jede Zahl und jeder Referenzname darauf mit einer echten internen Quelle übereinstimmt.
Wo die Werkzeuggrenzen liegen
Bei einer Unternehmensvorstellung kommt ein Fehler besonders häufig vor, weil er so plausibel klingt: ein erfundener Kundenname, eine erfundene Auszeichnung oder eine gerundete Mitarbeiterzahl, die in keiner internen Liste so steht. Ein Modell erzeugt solche Details, weil sie zum Muster ähnlicher Präsentationen passen — nicht, weil es deine Firma kennt. Das fällt beim schnellen Blick auf eine fertig gestaltete Folie kaum auf, weil das Layout selbstbewusst wirkt, unabhängig davon, ob der Inhalt stimmt.
Wie verbreitet der Einsatz solcher Werkzeuge im Arbeitsalltag deutscher Unternehmen inzwischen ist, zeigt der Bitkom in seinen Erhebungen zum KI-Einsatz. Welche Aufgaben sich davon technisch grundsätzlich automatisieren lassen und welche weiterhin eine Prüfung durch eine Person brauchen, untersucht laufend das IAB.
Die OECD-Leitlinien zu KI nennen die menschliche Prüfung als festen Bestandteil eines verantwortungsvollen Einsatzes, nicht als optionalen letzten Schritt — bei einer Unternehmensvorstellung heißt das: jeden Referenznamen und jede Zahl gegen die interne Quelle gegenlesen, bevor die Folie das Haus verlässt. Wie schnell sich die zugrundeliegenden Modelle weiterentwickeln, verfolgt der Stanford AI Index Jahr für Jahr — der Abstand zwischen einer überzeugend klingenden und einer tatsächlich richtigen Ausgabe schließt sich, aber langsamer, als es sich beim ersten Ausprobieren anfühlt.
Genau diese Prüfroutine ist Teil dessen, wofür der Arbeitsmarkt laut PwC AI Jobs Barometer einen deutlichen Gehaltsaufschlag zahlt — nicht das Erzeugen einer Folie an sich, sondern die Fähigkeit zu erkennen, welche Angabe darauf noch von Hand gegen eine echte Quelle geprüft werden muss.
Was du am Montag ausprobierst
- Nimm die Unternehmensvorstellung, die als Nächstes ansteht, statt eines Testthemas — mit der konkreten Zielgruppe dieses einen Termins.
- Schreib zuerst nur die Gliederung, eine Zeile pro Folie, und streich jede Folie, die für diese Zielgruppe nichts beiträgt.
- Trag jede Zahl und jeden Referenznamen aus einer internen Liste selbst ein, statt sie vom Modell ergänzen zu lassen.
- Halt den Vortrag einmal laut, an einer Folie ohne Skript daneben, bevor du ihn zeigst.
Geht es dir speziell um das Design der Folien, nicht um Inhalt und Aufbau, zeigt PowerPoint wie gestalten denselben Ablauf mit Fokus auf Layout und Vorlage. Willst du vor der eigenen Gliederung erst ein fertiges Beispiel zum Orientieren sehen, zeigt Beispiel PowerPoint mit KI, wie du dessen erfundene Zahlen sauber von der brauchbaren Struktur trennst. Geht es konkret um die Frage, ob ChatGPT dabei überhaupt eine herunterladbare Datei liefert und nicht nur Text, beantwortet Kann ChatGPT PowerPoint erstellen? genau das. Soll dasselbe Design für jede künftige Unternehmensvorstellung an einer einzigen Stelle festliegen, zeigt Masterfolie bei PowerPoint erstellen genau diesen Schritt. Baust du dieselbe Art Präsentation regelmäßig neu auf, spart Custom GPT erstellen die Arbeit, den Kontext jedes Mal neu zu erklären.
Der Prüfschritt selbst — eine Zahl gegen die Quelle nachrechnen, bevor sie das Haus verlässt — ist derselbe wie bei jeder anderen Büroaufgabe mit KI, ausführlicher beschrieben in KI im Büro. Soll aus dem Inhalt später auch ein Flyer oder eine Einzelseite werden, zeigt Flyer erstellen mit KI denselben Prüfschritt für ein anderes Format.
Genau diese Fähigkeit — eine Folie nicht nur formulieren zu lassen, sondern ihren Inhalt in einem Schritt nachvollziehbar zu halten — vermittelt Coursium in kurzen Lektionen fürs Handy. Bleib der KI voraus mit Übungen an echten Aufgaben statt an Demo-Folien. Mehr zu diesem Ansatz steht über Coursium.